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SchimmelbildungJe höher die Energiekosten, umso größer sind die Bemühungen, Energie einzusparen. Mietern bliebt hierzu vermeintlich nur die Regelung über das Heizungsthermostat. Es wird weniger geheizt und – was das zentrale Problem ist – weniger gelüftet bzw. für die herabgesetzte Raumtemperatur zu wenig gelüftet. Die Folge: Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist zu hoch (dauerhaft über 50 %). Untrügliches Zeichen hierfür ist das wiederholte Auftreten von Kondenswasser an Fensterscheiben oder Wänden. Im weiteren Verlauf kommt es dann zur Bildung von Schimmel. Und zwar immer dann, wenn folgende vier Faktoren ungünstig zusammenwirken: Schimmelkeime, Stärke, Wasser und Umfeld.
Was tun, wenn sich Schimmel gebildet hat?
Die beste Vorsorge gegen (erneute) Schimmelbildung ist richtiges Heizen und Lüften. Beim Heizen gilt: für eine gleichmäßige Temperatur sorgen. Denn wenn Wände erst gar nicht auskühlen, entfällt ein Faktor, weshalb das in der Luft gebundene Wasser ausfallen kann. Gleichmäßige Temperaturen beugen nicht nur Schimmel vor, sondern schonen auch den Geldbeutel. Denn das Aufheizen völlig ausgekühlter Wände, nachdem man die Heizung wegen Abwesenheit ganz abgestellt hat, verbraucht meist wesentlich mehr Energie als das Weiterheizen mit gemäßigter Leistung. Für ein angenehmes Raumklima und zum Erhalt der Bausubstanz sollten von Herbst bis Frühjahr folgende Temperaturen eingehalten werden:
Zeichnen sich am Fenster Kondensatspuren ab, erhöhen Sie die Raumtemperatur oder lüften Sie zusätzlich. Der Verlust der warmen Raumluft verursacht kaum Kosten, solange die Wände nicht auskühlen. Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten möglichst geschlossen bleiben, damit es zu keinem Feuchtigkeitsaustausch kommt. Fast noch wichtiger als das Heizen ist das richtige Lüften. Die Menge an Wasser, die die Luft bei einer bestimmten Temperatur aufnehmen kann, ist physikalisch bestimmt: Je höher die Temperatur der Luft, umso mehr Wasser kann sie aufnehmen. Sinkt die Lufttemperatur z.B. plötzlich durch den Kontakt mit einer kühleren Wand, setzt die Raumluft das Wasser an dieser Stelle frei und lässt es auf der Oberfläche der Wand zurück. Im Hinblick auf die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit besteht die einfachste Handlungsoption des Wohnungsnutzers im möglichst kompletten Austausch der Raumluft, wodurch das gebundene Wasser aus der Wohnung nach draußen gebracht wird. Wichtigste Regel: Mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten stoßlüften, möglichst mit Durchzug und nach draußen. Fenster auf Kippstellung sind unbedingt zu vermeiden, da hier kaum Luft ausgetauscht wird. Stattdessen kühlen lediglich die Bereiche rund um das gekippte Fenster aus und sind damit besonders anfällig für Kondenswasser und damit für Schimmelbildung. Größere Mengen Wasserdampf (durch Duschen, Kochen, Bügeln etc.) sollten sofort nach draußen abgelüftet werden; dies muss auf dem kürzesten Weg erfolgen. Sollte z.B. das Bad über kein oder nur über ein kleines Außenfenster verfügen, so lüften Sie auf dem kürzesten Weg durch ein direkt angrenzendes Zimmer. Achten Sie darauf, dass die anderen Innentüren geschlossen sind, so dass der Dampf nur nach draußen und nicht in die anderen Räume gelangt. Stellen Sie große Gegenstände (Schränke, bodenlange Vorhänge etc.) mit einem Abstand von etwa 4 cm an die Außenwände, denn nur so kann die Luft dahinter zirkulieren. Als sinnvolles Hilfsmittel zum richtigen Heizen und Lüften hat sich das Hygrometer erwiesen. Es zeigt die im Raum vorherrschende Luftfeuchtigkeit an, also die Menge an Wasser, die in der Luft als Dampf gebunden ist. Heizen und lüften Sie so, dass die Luftfeuchtigkeit nie wesentlich über 50 % ansteigt. |
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Mit der Taupunktfunktion der Infrarotkamera können schimmelgefährdete Bereiche (grüne Bereiche im Infrarotbild) sichtbar gemacht werden. ![]()
In diesem Zimmer wurde versehentlich das Fenster über Nacht nur angelehnt, die Heizung war aus. Das Infrarotbild weist aus, wie schnell ein Zimmer dann auskühlt und sich Bereiche an den Wänden zeigen, in denen sich Feuchtigkeit niederschlagen kann. |